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Aktuelles aus dem Kur- Stadt- Apothekenmuseum Bad Schwalbach

Die Auswirkungen des Corona-Virus auf unser Museum

Zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus mussten wir am 13. März 2020 das Museum schließen.

Dies hat uns sehr getroffen, wurden uns doch noch zwei Tage zuvor die Funde aus dem Keltengrab von den Archäologen aus Wiesbaden übergeben. Wir waren erleichtert, dass wir nach den großen Problemen der zurückliegenden Monate u. a. wegen der verschärften Brandschutzauflagen, endlich das gesteckte Ziel erreicht hatten. Bei einem Empfang wollten wir diese mit modernen Informationssystemen (Touchscreen-Monitore) ausgestattete Ausstellungseinheit am 27. März den Besuchern präsentieren. Die Einladungen waren verschickt, die Plakate waren gedruckt, als uns die Pandemie zur Schließung des Hauses zwang.

Corona Auflagen

Inzwischen werden die strengen Schließungsbestimmungen nach und nach gelockert. Auch wenn in der Presse zu lesen ist, dass vor allem die großen Museen wieder öffnen, haben wir den Entschluss gefasst, das Haus vorerst noch mindestens bis Mitte Juni weiter geschlossen zu halten.

Grund hierfür sind die strengen Hygiene- und Abstandsregelungen, die uns durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst vorgeschrieben werden und die uns auch vom Hessischen Museumsverband übermittelt wurden.

Die Einhaltung dieser Auflagen ist zwingend notwendig für die Wiederaufnahme des Museumsbetriebes. Zudem sind die Hygienekonzepte mit dem Gesundheitsamt abzustimmen.

Einige der Auflagen sind erfüllbar, wie die Maskenpflicht für Besucher und Mitarbeiter, Hinweise auf allgemeine Standards im Eingangsbereich, Abstandsmarkierungen am Boden, Festinstallation von Desinfektionsspendern am Eingang und in den Toiletten, Verbot des Getränkeausschanks, Entfernen fast aller Sitzgelegenheiten, um Gruppenbildungen zu vermeiden, Verbot von Gruppenbesuchen, Garderobenschließungen, Absage aller Veranstaltungen bis Ende August.

Andere Vorschriften stellen uns jedoch vor unlösbare Probleme. So ist es zwingend vorgeschrieben

- mindestens einmal während der Öffnungszeit, besser noch nach jedem Besucher, alle Türklingen, Handläufe, die Touchscreen-Monitore, Aufzugsknöpfe und alles was Besucher angefasst haben könnten (z.B. Ansichtsexemplare von Büchern), gründlich zu desinfizieren

- täglich mehrfach die Toiletten zu desinfizieren

- den Kassenbereich mit einem wirksamen Spukschutz zu schützen oder den Tresen zu verlegen, wenn dies nicht realisierbar ist

- Zugangsbeschränkungen einzuführen

- das Einhalten der Abstandsregelung in den Ausstellungsräumen zu kontrollieren. Nach der letzten Corona-Verordnung des Landes Hessen ist in Museen pro 20 Quadratmeter Ausstellungsfläche 1 Besucher zugelassen! Das heißt für uns, dass sich rund um das Keltengrab maximal 2 Besucher gleichzeitig aufhalten dürfen, bei einem Mindestabstand von 1,5 m , vorausgesetzt, die Gäste gehören nicht zu einem gemeinsamen Haushalt.

Von den baulichen Gegebenheiten des Hauses ist es auch nicht möglich, den geforderten abgesperrten "Rundweg" oder ein "Einbahnstraßensystem" zur Leitung der Besucher einzurichten.

Alle diese Auflagen stellen aus unserer Sicht einen unvertretbaren Aufwand dar, den wir personell nicht sicherstellen können. Hinzu kommt, dass weiterhin Ansteckungsgefahr besteht. Alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen gehören wegen ihres Alters zur Risikogruppe. Der Schutz der Gesundheit hat absoluten Vorrang.

Wir bitten daher um Verständnis, dass wir vorerst das Museum noch nicht öffnen. Sollte die Landesregierung Anfang Juni die bestehenden Regelungen/Auflagen ändern, werden wir die Situation neu bewerten.

Wir setzen alles daran, dass wir unseren Besuchern in einer "Nach-Corona-Zeit" ein interessantes Museumserlebnis bieten können.

Bleiben Sie gesund, wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen.

 

Dr. Martina Bleymehl-Eiler                                           

Museumsleiterin                            

 

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